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Tenniszitate

Was sagt Erich Kästner (1899 - 1974) über Tennis?

"Tennis ist ein Duell auf Distanz", noch dazu das einzige Beispiel dieser Spezies. Insofern gleicht es, auf anderer Ebene, der Forderung auf Pistolen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass man sich nicht abmüht, dahin zu schießen, wo der Gegner steht, sondern möglichst dahin, wo er nicht steht. Außerdem, doch das zählt nur als Folge, ist Tennis ein höchst bewegliches Duell.

Da der beste Schuss jener ist, der am weitesten danebentrifft, und da der Gegner mit der gleichen Kugel und derselben Absicht zurückschießt, lautet der wichtigste Tennislehrsatz: Laufen können ist die Hauptsache. Wer die unermüdliche Fähigkeit besitzt, rechtzeitig und in der richtigen Stellung am Ball zu sein, wird auch den schlagstärksten Gegner am Ende besiegen.

Die Skiläufer kämpfen gegen die Uhr. Die Schwimmer kämpfen nebeneinander. Die Stabhochspringer kämpfen nacheinander. Beim Fußball kämpft man in Rudeln. Die Boxer kämpfen Fuß bei Fuß. Nur die Tennisspieler duellieren sich auf Distanz. Und als einzige ohne zeitliche Regelgrenze! Und bis zur letzten Minute bleibt ungewiss, wer Sieger sein wird. Die entscheidenden Eigenschaften für ein solches Duell sind Kraft, Diplomatie, Konzentration, Schnelligkeit, Ökonomie, Präzision, Ahnungsvermögen, Witz, Ruhe, Selbstbeherrschung und Verstand. Und wer die eine oder andere Fähigkeit nicht besitzt, muss trachten, sie durch die zuletzt genannte, den Verstand, zu ersetzen.  

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Zugegeben, Profisport ist Schwerarbeit, aber in welchem anderen Beruf bekommt man eine Woche frei, wenn einem der Daumen weh tut?
(Unbekannt)

Aufgrund dessen, was mit ihm verdient wird, ist der Olympische Gedanke tatsächlich unbezahlbar.
Martin Gerhard Reisenberg (*1949), deutscher Autor

Einer Gesellschaft, die man damit unterhalten kann, dass zwei Menschen einen Ball hin- und herschlagen, ist alles zuzutrauen.
Manfred Rommel (*1928), deutscher Politiker (CDU)

Boris BeckerManchmal fühle ich mich schon wie 40. Tennisjahre zählen wie Hundejahre.
Boris Becker (*1967), deutscher Tennisspieler

Mein körperliches Training besteht darin, dass ich die Särge der Freunde trage, die regelmäßig trainiert haben.
Chauncey Depew (1834 - 1928), US-amerikanischer Senator

Nur wer sich selbst das Letzte an Leistung abverlangt, wird über den Durchschnitt hinauskommen.
Boris Becker (*1967), deutscher Tennisspieler

Tennis: Eine völkerverbindende Sache. Vor allem die Ärzte haben viel zu verbinden.
Herbert Rosendorfer (*1937), deutscher Schriftsteller

Cleveres Spiel hört da auf, wo Unsportlichkeit anfängt. (In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein cleveres Spiel, auf dass der Bessere gewinnt. Viel Glück!)
Franz Beckenbauer (*1945) deutscher Fußballer

Das Alter der abtretenden Sportler wird immer niedriger. Ich sehe im Jahre 2001 die erste sechsjährige Erfolgsturnerin zurücktreten, weil sie sich in ihren Teddybären verliebt hat.
Werner Schneyder (*1937) österreichischer Kabarettist und Sportkommentator

Wenn ich nicht verliere, kann der andere nicht gewinnen. Boris Becker (*1967), deutscher Tennisspieler

Der englische Sportler ist stolz darauf, ein guter Verlierer zu sein. Dadurch erreicht er, dass seine Gegner sich schuldig fühlen, wenn sie gewonnen haben.
Sir Peter Ustinov (1921-2004), britischer Schauspieler und Autor

Der Sport ist ein sehr vernünftiger Versuch des modernen Zivilisationsmenschen, sich Strapazen künstlich zu verschaffen.
Peter Bamm (1897-1975), deutscher Arzt und Schriftsteller

Anna Kournikova Ich spielte wie Kournikova.
Goran Ivanisevic (*1971), kroatischer Wimbledonsieger 2001

Ich bin wie Wein und werde im Alter immer besser.
Greg Foster (*1958), amerikanischer Leichtathlet

Das Kreuz eines Spitzensportlers muss breit sein - wegen der Werbefläche.
Oliver Hassencamp (1921-1987), deutscher Künstler

Ich lese immer die Sportseite einer Zeitung zuerst. Die Sportseite berichtet über das, was die Menschen erreicht haben; die Titelseite der Zeitung hingegen verzeichnet nur die Fehlschläge des Menschen.
Earl Warren (1891-1974), amerikanischer Politiker

Tennis: die Kunst, auf einen harmlosen Gummiball so loszudreschen, dass entweder der Gegner oder der Ball oder beide für immer vom Platz verschwinden.
(Unbekannt)

Was für ein höflicher Sport Tennis doch ist. Das meistverwendete Wort scheint "Entschuldigung" zu sein.
James M. Barrie (1860-1937), Autor von Peter Pan

Andre AgassiAndre Agassi verabschiedet sich von Hannover mit einem tränenden und einem weinenden Auge.
Rudi Cerne (Reporter)

Wie wir hören, hören wir nichts, aber immerhin sehen wir's.
Matthias Stach (Reporter)

Verlieren ist wie gewinnen. Nur umgekehrt.
Marc-Kevin Goellner (*1970) deutscher Tennisspieler

Becker, Agassi und Sampras veranstalten eine kleine Mutprobe. Jeder soll einmal auf dem Dachgeländer des Empire State Building in New York rundherum balancieren. Pete fängt an, schafft es ohne Probleme. Andre zieht nach, macht dabei sogar Faxen. Boris aber kommt nach der Hälfte ins Straucheln und stürzt ab. Wie durch ein Wunder landet er wohlbehalten in der Markise des Empire State Building-Cafes, ballt die Becker-Faust und zeigt seinen Kumpels auf dem Dach das V-Zeichen. Dann schwingt er sich von der Markise, verheddert sich in der Bordüre, kippt nach vorn und knallt mit dem Kopf auf den Rand eines kleinen Marmorbrunnens. Sagt Agassi kopfschüttelnd zu Sampras: Wie oft habe ich zu ihm gesagt, dass er an seinem zweiten Aufschlag noch arbeiten muss ...?!

Boris Becker und Michael Stich sind beim Fallschirmspringen. Gerade aus dem Flugzeug gesprungen sagt Stich zu Becker: "Verdammt - ich habe aus Versehen einen Rucksack umgeschnallt!" Darauf Becker trocken: "Ich glaube, heute hast Du einmal den härteren Aufschlag!"

Andy RoddickKinder lieben mich, weil sie vermutlich rasch merken, dass ich mich geistig auf ihrem Niveau bewege.
Andy Roddick (*1982), amerikanischer Tennisspieler

Andy Roddick beging seinen größten Fehler, als er in der gleichen Zeit zur Welt kam wie ein gewisser Roger Federer.
Andre Agassi (*1970) amerikanischer Tennisspieler

Tennis gehört in die individualistische Vergangenheit, ein Held oder maximal zwei Freunde oder Geliebte gegen den Rest der Welt.
Jacques Barzun (*1907), amerikanischer Kritiker und Universitätsprofessor

"Kleine Schwestern sind wirklich gemein."
Venus Williams nach der ersten Niederlage im vierten Spiel gegen ihre jüngere Schwester Serena Williams im Finale des Grand-Slam-Cups in München (1999)